Es geht unter die Haut – kunstvolle Tattoos oder Permanent-Make-up sind Teil der modernen Lifestyle-Kultur. Ein wichtiges Element sind die verwendeten Farben. Tattoo-Farben haben eine komplexe Rezeptur aus Farbpigmenten und Trägerflüssigkeiten. Seit einigen Jahren werden mögliche gesundheitliche Risiken im Zusammenhang mit Tattoo-Farben thematisiert. Es lohnt sich daher, einen genauen Blick darauf zu werfen, was tatsächlich verwendet wird, um den Körperschmuck vollständig genießen zu können.
Was steckt in Tattoo-Farbe?
Die wesentlichen Bestandteile sind zwei Komponenten: Farbpartikel und ein flüssiges Medium. Die Pigmente sorgen für Farbe und Deckkraft. Es handelt sich dabei meist um organische oder anorganische Farbstoffe, die ursprünglich aus der Industrie stammen. Die Trägerflüssigkeit – häufig eine Mischung aus Wasser, Alkohol, Glycerin oder Hamamelis – sorgt dafür, dass die Farbe gleichmäßig in die Haut eingebracht wird. Zusätzlich können Konservierungsstoffe oder Stabilisatoren enthalten sein. Stoffe, die problematisch sein können, wenn sie Allergien auslösen oder die Haut reizen. Hochwertige Produkte wie Dynamic Tattoo-Farbe haben daher klar deklarierte Inhaltsstoffe und halten sich an die strengen Auflagen für Inhaltsstoffe.
Warum ein Tattoo nicht immer unbedenklich ist
Im Gegensatz zu Kosmetikprodukten oder einer Henna-Bemalung verbleibt Tattoo-Farbe dauerhaft im Körper. Pigmente können sich über das Lymphsystem im Körper verteilen und im Laufe der Zeit verändern. Dabei gibt es Farbpartikel, die im Verdacht stehen, Schwermetalle oder aromatische Amine freizusetzen, die gesundheitlich problematisch sein können. Mögliche Risiken reichen von Hautirritationen und allergischen Reaktionen hin zu chronischen Entzündungen.
Die Gesichtshaut reagiert besonders sensibel. Speziell beim Permanent Make-up ist hochwertige Farbe essenziell. Wer hier auf die Pigmentqualität achtet, ist auch vor Farbveränderungen, wie Verblassen oder dem Umschlagen ins Graue oder Rötliche geschützt.
Gesetzliche Standards
In Europa hat sich die Regulierung in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Die sogenannte REACH-Verordnung schreibt seit 2022 strenge Grenzwerte für Inhaltsstoffe in Tattoo-Farben vor. Zahlreiche Pigmente wurden verboten oder eingeschränkt, um Verbraucher besser zu schützen. Nicht jede Farbe, die weltweit erhältlich ist, darf in der EU verwendet werden. Seriöse Hersteller lassen ihre Produkte entsprechend prüfen und halten sich an die Vorgaben. Die Verantwortung liegt jedoch nicht allein beim Gesetzgeber, sondern auch bei Studios und Konsumenten über die verwendeten Produkte.
Eine gesunde Wahl treffen
Eine vollständig risikofreie Tattoo-Farbe gibt es nicht. Die Risiken lassen sich jedoch minimieren. Empfehlenswert ist, gezielt Studios auszuwählen, die mit zertifizierten, REACH-konformen Farben arbeiten und sterile Einwegprodukte verwenden. Ein ausführliches Beratungsgespräch, inklusive Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen, sollte selbstverständlich sein. Zudem lohnt sich ein Blick auf die eigene Haut: Wer zu Allergien neigt oder empfindliche Haut hat, sollte dies offen ansprechen. Im Zweifelsfall kann ein Patch-Test Klarheit schaffen.
Fazit
Tattoos sind eine dauerhafte Entscheidung, die nicht von Komplikationen begleitet werden sollte. Wer sich informiert, auf Qualität achtet und seriöse Studios wählt, reduziert Risiken und wird langfristig zufrieden sein.